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Forstwirtschaft: Staatsforsten planen insgesamt 500 Windräder im Staatswald

Forstwirtschaft

Staatsforsten planen insgesamt 500 Windräder im Staatswald

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    Die Sonne geht hinter Windrädern auf.
    Die Sonne geht hinter Windrädern auf. Foto: Julian Stratenschulte, dpa (Symbolbild)

    Die Staatsforsten wollen in ihren Wäldern insgesamt an die 500 Windräder bauen lassen. Bisher in Betrieb sind 101 Anlagen, außerdem sind für gut 150

    Die Staatsforsten sind mit gut 8000 Quadratkilometern Fläche der größte Waldbesitzer in Deutschland, die Staatsregierung hat dem Unternehmen eine wichtige Rolle beim Ausbau der Erneuerbaren Energien zugedacht. Beim Windradbau gibt es jedoch Meinungsverschiedenheiten zwischen den bisherigen und künftigen Koalitionspartnern bei CSU und Freien Wählern. FW-Parteichef Hubert Aiwanger fordert, dass neue Projekte möglichst von den Bürgern finanziert und betrieben werden.

    Doch dass neue Windräder gänzlich oder auch nur zum überwiegenden Teil durch Bürgerinvestitionen getragen werden, erklärte Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU) wegen der sehr hohen Planungs- und Baukosten für ausgeschlossen. "So ein Windradl kostet von der Planung weg bis zum Bau ungefähr zehn Millionen Euro", sagte Kaniber.

    Notwendig sei ein Gesamtkonzept: "Die Offenheit, dass sich Bürger beteiligen können, die muss gegeben sein." Aber größere Windparks könnten nicht ohne Investoren finanziert werden, betonte die CSU-Politikerin - und an Aiwangers Adresse gerichtet: "Ich kann dem nur raten, man soll sich auch mal in Dinge einlesen, und nicht immer nur irgendwas in die Welt blubbern."

    Die neuen Windräder sollen einerseits der Energiewende dienen, andererseits die Staatsforsten weniger abhängig von den wilden Schwankungen der Holzpreise machen. Für das abgelaufene Geschäftsjahr (30. Juni) meldete Finanzvorstand Manfred Kröninger einen Rekordumsatz von knapp 511 Millionen Euro, über 100 Millionen mehr als im Vorjahr. Der Nettogewinn verdreizehnfachte sich sogar, von 5,3 auf 68,4 Millionen Euro.

    Zu verdanken hatte das Unternehmen das der zwischenzeitlich hohen Nachfrage nach Bauholz und dem daraus resultierenden Anstieg der Preise. Für das laufende Geschäftsjahr sind die Aussichten weit weniger erfreulich. Wegen des Einbruchs der Baukonjunktur ist auch die Nachfrage nach Baumaterialien eingebrochen, Holz ist keine Ausnahme. Finanzvorstand Kröninger rechnet jedoch nicht damit, dass das Unternehmen Verlust schreiben wird: "Ich bin noch verhalten optimistisch (...), dass wir schwarze Zahlen schreiben."

    (dpa)

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