Zum sechsten Mal blitzt es auf Bayerns Straßen besonders oft: Der Freistaat ist Teil eines europaweiten Blitzmarathons. Am kommenden Mittwoch, 18. April, um sechs Uhr morgens startet die Polizei mit den Kontrollen. Sie dauern exakt 24 Stunden lang an. (So fiel der Blitzermarathon im vergangenen Jahr aus.)
Behörden: Ziel ist nicht, Bußgeldbescheide rauszuschicken
Ziel dieser Aktion ist es laut Bayerischem Innenministerium nicht, möglichst viele Bußgeldbescheide herauszuschicken. "Es geht darum, die Verkehrsteilnehmer zu sensibilisieren, den Fuß vom Gas zu nehmen und sich an die vorgegebene Geschwindigkeit zu halten", sagt Michael Siefener, stellvertretender Pressesprecher. Auch für die Zeit nach dem Blitzmarathon sollten Autofahrer darauf achten, ihr Tempo zu reduzieren.
Im vergangenen Jahr wurden knapp 9000 Raser erwischt. Der Temporekord wurde damals auf der Bundesstraße 16 im oberbeayerischen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen gemessen.
Ein 42-Jähriger war mit seinem Fahrzeug mit 181 Stundenkilometern unterwegs. 81 mehr als auf der Straßer erlaubt sind. 1200 Euro kostete den Mann seine rasante Fahrt. Außerdem brachte sie ihm zwei Punkte in Flensburg sowie ein zweimonatiges Fahrverbot ein.
In den Vorjahren erwischten die Beamten rund ein Drittel Raser mehr.
Blitzmarathon ist Teil einer europaweiten Aktion
Die Aktion der europaweit so genannten "Speedmarathons" wird durch das europäische Verkehrspolizeinetzwerk TISPOL koordiniert.
Neben Bayern haben sich auch Brandenburg, Bremen, Hessen, Hamburg, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt und Thüringen angekündigt, bei der Aktion mitzumachen. In Bayern wird an rund 2000 Messstellen geblitzt.
Wo genau sich die Messstellen befinden, wird frühestens Ende dieser Woche oder spätestens am kommenden Montag bekanntgegeben.