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München: NS-Doku-Zentrum für 28,2 Millionen Euro

München

NS-Doku-Zentrum für 28,2 Millionen Euro

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    Polier Franz Leitl verschließt  in der Baugrube des NS-Dokumentationszentrums in der Arcisstraße in München (Oberbayern) den Grundstein.
    Polier Franz Leitl verschließt in der Baugrube des NS-Dokumentationszentrums in der Arcisstraße in München (Oberbayern) den Grundstein. Foto: dpa, Andreas Gebert

    "Dies ist ein langer, ein sehr langer, ein kaum entschuldbarer Zeitraum", sagte Münchens Oberbürgermeister Christian Ude bei dem offiziellen Festakt. Das 28,2 Millionen Euro teure Zentrum solle ein "beeindruckender Kontrapunkt zu den Nazi-Bauten der Nachbarschaft" werden, sagte Ude. Es soll 2014 eröffnet werden. Neumann sagte, das Zentrum werde versuchen, Antworten auf die Fragen zu geben: "Wer waren die Täter, was waren ihre Motive?"

    München, Adolf Hitlers ehemalige "Hauptstadt der Bewegung", sei "die Keimzelle, der Brutkasten des Nationalsozialismus" gewesen. Diese "über die Maßen beschämende historische Hypothek" werde nun endlich aufgearbeitet.

    "Wichtig für die Erinnerungskultur in ganz Deutschland"

    Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) betonte, das Zentrum sei "wichtig für die Erinnerungskultur in ganz Deutschland", seine Bedeutung gehe weit über München und Bayern hinaus. Fast 70 Jahre habe es gedauert, "bis München sich seiner Vergangenheit sichtbar mit diesem Dokumentationszentrum stellt".

    Das Zentrum solle auch angesichts der erschreckenden Erkenntnisse über den Neonazi-Terror der jüngsten Vergangenheit ein Zeichen setzen "Aufklärung und Wachsamkeit, gegen Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit".

    Auf dem Gelände des "Braunen Hauses"

    Das Dokumentationszentrum entsteht auf dem ehemaligen Gelände des "Braunen Hauses", der NSDAP-Parteizentrale, und in unmittelbarer Nachbarschaft zu anderen bedeutenden Bauten der Nazi-Zeit.

    Zum Festakt waren auch Zeitzeugen wie die Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde in München, Charlotte Knobloch, und der Holocaust-Überlende Max Mannheimer gekommen. "Es ist nicht selbstverständlich, dass Sie hier sind und ich sehe das als große Ehre an für uns alle", sagte Neumann. dpa-lby

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