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Vom Machtpolitiker zum Ruhestands-Genießer: Horst Seehofers neues Leben mit 75

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Horst Seehofer wird 75: Ein Machtpolitiker im Rentnerparadies

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    Politrentner Horst Seehofer in seinem Garten im Ingolstädter Stadtteil Gerolfing.
    Politrentner Horst Seehofer in seinem Garten im Ingolstädter Stadtteil Gerolfing. Foto: Marcus Merk

    Der Mann, der einst Bayern als die Vorstufe zum Paradies bezeichnet hatte, schaut von der Terrasse aus auf all die Sträucher, Blumen und Gräser, die sich ringsum ranken. "Das ist alles das Werk meiner Frau", sagt er bewundernd. Ein paar Hummeln fliegen von Blüte zu Blüte, zwei Schnecken kriechen auf einer Steinkugel, die inmitten eines Wasserspiels steht. Seine Frau jammert ein bisschen, dass es heuer ja quasi eine Schneckenplage gibt. Ihr Mann mosert leise, dass es ziemlich kompliziert sei, mit dem Rasenmäher um all die Wege und Biegungen herumzumanövrieren, "das können Sie sich gar nicht vorstellen". Ein ganz normales Rentner-Szenario.

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    3 Kommentare
    Raimund Kamm

    H. Seehofer hat mit seinem Aufstand gegen die zuvor im Bundesrat mit den Stimmen Bayerns beschlossenen HGÜ-Leitungen (Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung) die Energiewende um viele Milliarden verteuert und um viele Jahre verschleppt. H. Seehofer hat zudem mit seiner Torpedierung der Windkraftwerke Bayern von Stromimporten abhängig und die Strompreise in Deutschland teurer gemacht. Wie er die CDU-Vorsitzende A. Merkel beim CSU-Parteitag wie ein Schulmädchen behandelt hat, war unanständig. Meines Wissens hat er bis heute nicht dafür um Entschuldigung gebeten. Seine populistischen Ausländermautpläne haben uns hunderte Millionen gekostet. Eine moderne Gestaltung der Einwanderung hat er als Bundesinnenminister seiner populistischen Politik geopfert. Als Bundesbauminister war er ein Totalausfall und hat damit Mitschuld am heutigen Wohnungsmangel.

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    Christina Eimiller

    Herr Kamm, auch ich wünschte mir mehr Anstand in der Politik. Aber eigentlich könnte es jeder spätestens seit 1973 wissen, was einen so alles in der Politik ereilen kann. (Rudolf Augstein veröffentlichte im Spiegel 20/1973 den Artikel „Ende mit Anstand“.) Helmut Eimiller

    Maja Steiner

    Aber er hat halt jetzt 75. Geburtstag. Und da sagt man solche Dinge nicht, so wahr sie auch sind. Viel schlimmer ist, dass ihm der Bundespräsident Ende letzten Jahres das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik verliehen hat. Bin gespannt, wann Jens Spahn ein solches bekommt oder Andreas Scheuer - je Versager - desto Orden.

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