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Schloss Linderhof: Doppelt so teuer: Restaurierung der Venusgrotte kostet 50 Millionen

Schloss Linderhof

Doppelt so teuer: Restaurierung der Venusgrotte kostet 50 Millionen

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    Die Restaurierung der Venusgrotte im Park von Schloss Linderhof geht richtig ins Geld.
    Die Restaurierung der Venusgrotte im Park von Schloss Linderhof geht richtig ins Geld. Foto: Karl-Josef Hildenbrand, dpa

    „Manchmal könnte man meinen, dass König Ludwig II. immer noch oberster Bauherr in Bayern ist – so stark schießen die Kosten in die Höhe“, schimpft der schwäbische Landtagsabgeordnete und SPD-Haushaltsexperte Harald Güller. Der Anlass seines aktuellen Ärgers: Die Restaurierung der berühmten Venusgrotte im Park von Schloss Linderhof wird immer teurer. Statt rund 23 Millionen Euro, wie ursprünglich geplant, soll die zweite Teilbaumaßnahme nun voraussichtlich rund 50 Millionen Euro kosten. Obendrein werde sich die Wiedereröffnung der Touristenattraktion um drei Jahre bis 2025 verzögern. Das geht laut Güller aus einer Mitteilung des Finanzministeriums an den Haushaltsausschuss des Landtags hervor.

    SPD-Haushaltsexperte Harald Güller: Kostensteigerungen beim Staatsbau sind der Wahnsinn

    „Der Vorgang ist ein Musterbeispiel dafür, wie es beim Staatsbau nicht laufen soll“, sagt Güller. Die ursprüngliche Kalkulation mit 23 Millionen Euro stamme aus dem Jahr 2014. Bereits im März 2018 hatte sich der Betrag auf 33,5 Millionen erhöht, ein weiterer Nachtrag in Höhe von 1,5 Millionen war angekündigt. Jetzt habe das Finanzministerium mitgeteilt, dass dieser Nachtrag „mindestens 16 Millionen Euro“ betragen werde.

    „Solche Kostensteigerungen sind der Wahnsinn“, sagt Güller und verweist auf ähnliche Fälle in jüngster Vergangenheit wie zum Beispiel das Gärtnerplatztheater in München (121,6 statt 70,7 Millionen) oder die Residenz in Ansbach (26,9 statt 15,2 Millionen). Er hoffe, sagt Güller, dass die neuen Richtlinien für den staatlichen Hochbau, die derlei böse Überraschungen künftig verhindern sollen, unter dem neuen Bauminister Hans Reichhart (CSU) auch befolgt werden.

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