Nur selten hat man Handball-Fachmann Udo Mesch nach einer Niederlage so entspannt zu Gesicht bekommen, wie dies am Samstagabend nach dem Bayern-Derby in der 3. Liga Süd zwischen dem HC Erlangen und seinen Schützlingen vom TSV Haunstetten geschehen ist: beim 27:24 (14:13)-Sieg der Gastgeber hatte der Übungsleiter am konzeptionellen Auftreten überhaupt nichts zu bemängeln und befand lediglich, dass der HC in einigen entscheidenden Phasen mehr Geschick bewies.
Nach etwas holpriger Vorrunde zeigt sich der letztjährige Staffelsieger mittlerweile wieder von seiner besten Seite und hat jetzt auch mit einem möglichen Abstieg überhaupt nichts mehr zu tun.
Haunstetten kam in der temporeichen und gutklassigen Partie zunächst besser ins Spiel (4:2, 5. Minute), musste allerdings schon hier Schwerstarbeit verrichten, zumal die Mittelfranken eine extrem hohe Passgeschwindigkeit an den Tag legten und kaum technische Fehler zeigten. Der TSV verpasste es nach dem 13:12 durch Somma Dieterich (28.), mit einer Führung in die Pause zu gehen und sah im Gegenzug bereits zwei Minuten nach Wiederanpfiff die Einheimischen mit 15:13 in Front. „Das war unser erster Knackpunkt, denn hier hatten wir dreimal die falsche Entscheidung gewählt“, erklärte Mesch hinterher. Fortan hatten die Erlanger immer die Nase vorn, wenngleich der TSV durchgängig in Lauerstellung war. Mehr als der 24:26-Anschlusstreffer sollte den Gästen jedoch nicht vergönnt sein, und trotz der bereits vierten Rückrunden-Niederlage sieht Mesch sein Team auf einem guten Weg: „Wir machen immer noch eine Entwicklung durch, da muss man Geduld haben und die zu erwartenden Negativ-Erlebnisse schnell verarbeiten.“
Nach der Faschingspause am kommenden Wochenende wird es für Haunstetten erst einmal nicht leichter werden, da hier Spitzenreiter HSG Freiburg seine Visitenkarte in der Albert-Loderer-Halle abgibt (Samstag, 8. März, 18 Uhr). Udo Mesch erhofft sich hier ein Anknüpfen an die gezeigte Leistung: „Mit einer vergleichbaren Vorstellung können wir sie mit Sicherheit ärgern.“
TSV Haunstetten Spindler, Albrecht (Tor); Joerss (10/6), Dieterich, Knöpfle (je 3), Prokop (2), Smotzek, Link, Fischer, Hänsel, Bosch, Wedrich (je 1), Gaugenrieder, Schütte, Schnorr
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