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Klaus Müller als Kammerschauspieler in Augsburg ausgezeichnet

Augsburg

Seit 30 Jahren glänzt er am Staatstheater: Klaus Müller zum „Bayerischen Kammerschauspieler“ ernannt

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    Klaus Müller in einer neuen Glanzrolle als Agatha Christies Meisterdetektiv Hercule Poirot in „Mord im Orientexpress“.
    Klaus Müller in einer neuen Glanzrolle als Agatha Christies Meisterdetektiv Hercule Poirot in „Mord im Orientexpress“. Foto: Jan-Pieter Fuhr

    Er ist so etwas wie eine sichere Bank für das Staatstheater Augsburg: Wo Klaus Müller mitspielt, kann man sicher sein, großartige Rollengestaltung zu erleben, ob als Marquis Posa in Schillers „Don Carlos“, Robespierre in Büchners „Dantons Tod“ oder auch in einer Nebenrolle wie dem Monsignore O´Hara im Musical „Sister Act“ in der vergangenen Spielzeit auf der Freilichtbühne. Die jüngste Paraderolle für den 1961 in Bad Hersfeld geborenen Schauspieler ist nun die des Meisterdetektivs Hercule Poirot in der Inszenierung von Agatha Christies „Mord im Orientexpress“.

    Im Anschluss an die Premiere am Donnerstagabend im Martinipark verkündeten Intendant André Bücker und Oberbürgermeisterin Eva Weber als Vorsitzende des Stiftungsrates des Staatstheaters die Ernennung Klaus Müllers zum „Bayerischen Kammerschauspieler“, ein Ehrentitel, der jedoch keinerlei Privilegien nach sich zieht. Müller zeichne sich durch seine hohe Spielintelligenz, seinen Witz und seine kultivierte Sprachführung aus, heißt es in der Begründung des Bayerischen Kunstministeriums. Zudem präge er das kulturelle Leben Augsburgs als Cartoonist und Lehrbeauftragter an der Hochschule Augsburg.

    Kammerschauspieler Klaus Müller: Seit fast 30 Jahren im Ensemble des Staatstheaters Augsburg

    Müller studierte zunächst Katholische Theologie in Fulda und München und wechselt dann an das Max-Reinhardt-Seminar in Wien, um Schauspiel und Regie zu studieren. Erste Engagements führen ihn noch als Schauspielschüler an das Wiener Burgtheater; es folgen weitere in Coburg, Halle und bei den Salzburger Festspielen. Seit 1996 ist er festes Ensemblemitglied am Staatstheater Augsburg.

    Auch Klaus Müllers Lehrerin war Kammerschauspielerin

    Noch ganz in der Rolle des Hercule Poirot bedankte sich Müller mit einem mehrfachen „Merci“ und „Merci beaucoup“ um dann fortzufahren, dass er nun nicht sagen wolle, dass dies zu viel der Ehre sei. „Nein, das finde ich gar nicht.“ Denn dieser Titel, importiert aus der österreichischen Theaterlandschaft, bedeute ihm, dem in Wien Ausgebildeten, sehr viel, da auch seine Lehrerin Inge Conradi Kammerschauspielerin gewesen sei. „Und im Übrigen beweist es, welche Strahlkraft wir als Staatstheater Augsburg haben, und auch welches Durchhaltevermögen.“

    Intendant André Bücker (links) und OB Eva Weber gratulierten Klaus Müller zum Titel Kammerschauspieler
    Intendant André Bücker (links) und OB Eva Weber gratulierten Klaus Müller zum Titel Kammerschauspieler Foto: Jan-Pieter Fuhr

    Müller spielte damit auf die seit Jahren anhaltende Interimssituation des Staatstheaters an, deren Ende noch nicht in Sicht ist. Trotzdem äußerste er die Hoffnung, wieder auf der Bühne des Großen Hauses am Kennedyplatz zu stehen und bedankte sich auch bei seinen Mitspielern: „Denn ohne Ensemble ist ein Kammerschauspieler auch nur ein Kummerschauspieler.“

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