Nur eine Stunde Musik, aber welch hochinteressantes Programm! Drei Werke aus der klassischen Hälfte des 18. Jahrhunderts; drei Komponisten, die sich auch über ihren einstigen Notenverleger Artaria gekannt haben dürften; drei Stücke, die nicht zuletzt durch ihre temperamentvolle Wiedergabe jetzt auf der Brechtbühne stark bewegten. Im Zentrum des Abends der berühmteste der drei Tonschöpfer: Haydn mit seinem wohl bekanntesten Klavierkonzert Nr. 11 – nun aber gespielt nicht original auf dem Hammerklavier, sondern zusammen mit den Philharmonikern unter GMD Domonkos Héja auf dem Akkordeon von Olivia Steimel, der Spielzeit-Artistin in Residence. Nun war es neu, frisch, anders zu hören – auf einem Instrument, das es zu Haydns Lebzeiten noch nicht gab, aber nicht so viel später, in den 1820er-Jahren, als Harmonikainstrument mit Balg federführend in Wien entwickelt wurde.
Artist in Residence-Konzert
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