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Fahrgast ärgert sich über Busfahrer in Augsburg

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Fahrgast ärgert sich über Busfahrer an Haltestelle am Königsplatz

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    So sieht es aus, wenn Bus und Straßenbahn an einem Bahnsteig am Königsplatz gemeinsam warten.
    So sieht es aus, wenn Bus und Straßenbahn an einem Bahnsteig am Königsplatz gemeinsam warten. Foto: Michael Hörmann 

    Wolfgang Taubert ist in Augsburg viel unterwegs. Man kennt ihn auch, weil er sich ehrenamtlich engagiert. Jüngst habe er sich über einen Busfahrer und das Kundencenter der Stadtwerke aufgeregt, sagt Taubert gegenüber unserer Redaktion. Es geht um einen Vorgang an einer Haltestelle am Umsteigeknoten Königsplatz, wie er in dieser Form immer wieder passiert.

    Fahrgast wollte mit dem Bus in die Firnhaberau

    Was war passiert? Taubert schildert den Vorgang: „Ich wollte an einem Freitag gegen 13.35 Uhr mit der Buslinie 44 in die Firnhaberau fahren. Am Bahnsteig fuhr eine Tram der Linie 4 ein, dahinter hielt - für viele kaum wahrnehmbar - der 44er. Dort wurde auch noch eine Rampe ausgefahren.“ Nach den Schilderungen von Taubert fuhr die Straßenbahn weg. Andere wartende Fahrgäste und er hätten gedacht, dass der Bus ganz nach vorne an den Bahnsteig fahre, um dort die restlichen Fahrgäste aufzunehmen, es seien hauptsächlich Frauen und Kinder gewesen. Taubert: „Aber weit gefehlt, der Busfahrer fuhr an uns mit Vollgas vorbei.“ Im Kundencenter sei ihm anschließend gesagt worden, der Bus habe „die Haltestelle bedient“ und müsse nicht nochmals halten. 

    Auf Anfrage äußert sich Jürgen Fergg, Sprecher der Stadtwerke: „Wir haben in Augsburg nur wenige sogenannte Doppelhaltestellen, weil die in der Praxis zu Missverständnissen führen können.“ Theodor-Heuss-Platz und Königsplatz gehören dazu. Dort halten Straßenbahnen und Busse. Fergg: „Es sind Doppelhaltestellen, weil an den Bahnsteigen die Fahrzeuge mehrerer Linien halten und mitunter eine rasche Abfolge von Fahrzeugen nötig ist, damit diese nach dem Fahrgastwechsel wieder zügig ausfahren können.“

    Für Busfahrer ist in der Dienstanweisung vieles geregelt

    Grundsätzlich heißt es laut Fergg in der Dienstanweisung für Busfahrer, dass an Haltestellen mit mehreren hintereinanderliegenden Halteplätzen auf Kunden besonders zu achten sei und gegebenenfalls nach dem Vorfahren aus der zweiten Halteposition erneut angehalten werden soll. Das werde in aller Regel so gemacht.

    In dem Fall der Beschwerde von Wolfgang Taubert habe der Bus bereits einige Zeit am Bahnsteig gestanden, „da ja die Rollstuhlrampe ausgeklappt wurde“. Der Fahrgastwechsel hätte insofern mehrere Minuten gedauert. Der Fahrer sei wohl davon ausgegangen, „dass in der Zwischenzeit die Fahrgäste auch von weiter vorn am Bahnsteig nach hinten gekommen und eingestiegen sind“. Gerade am Königsplatz würden Fahrgäste auf verschiedene Linien warten. Für Fahrer sei nicht zu erkennen, auf welche Linie die Fahrgäste warten. Fergg: „Das ist eben eines der Missverständnisse, die an Doppelhaltestellen entstehen können, die wir auch sehr bedauern.“

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