Augsburgs Forstamtsleiter Jürgen Kircher ist kein Mann, der zu übertriebener Dramatik neigt. Nüchtern betrachtet er die Herausforderungen, die sich ihm und seinem Team bei der Pflege des Augsburger Stadtwalds stellen. Ganz nach dem Motto: Probleme sind da, um gelöst zu werden. Seit einigen Jahren nehmen die Krisen aber derart rasant zu, dass den Förstern die Kontrolle zu entgleiten droht. Verantwortlich dafür ist der Klimawandel. „Die Extreme werden immer extremer“, sagt Kircher. Besonders betroffen sind die lichten Schneeheide-Kiefernwälder, die einen seltenen Naturschatz darstellen. Deshalb untersuchte die Bayerische Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft (LWF) zuletzt Kiefernproben aus dem Stadtwald. Die Ergebnisse sind ernüchternd.
Augsburg
Das macht die USA unter Trump viel besser. Da wäre der Herr Kircher längst entlassen (wozu braucht ein Musk ein Forstamt?) und die Medien berichten nicht zu Waldsterben, da Herr Trump per Dekret das Thema Klimawandel abschaffen würde. Den gleichen blinden Umgang fordert ja die AfD auch für Deutschland. Keine Energiewende, keine Unabhängigkeit von Ölländern wie Russland oder Saudi-Arabien sondern eine Unterwerfung unter Russland und Abschaffen des Rechtsstaates wie in USA, Russland, Türkei usw..
„Unser Wald wird nicht sterben. Aber er wird sich verändern.“ Und warum pflanzt man dann wieder Kiefern nach wenn sie so schlechte Bedingungen haben?
Ihr Kommentar spricht im Grunde das Wesentliche an: unsere Umwelt verändert sich immer, die Menschen brauchen eine für sie intakte Umwelt, wenn wir in der Umwelt nicht mehr leben können, ist das unser Problem, der Umwelt ist das gleichgültig. Somit ist der Umweltschutz eigentlich Menschenschutz.
Ja, Herr Storr, vollkommen richtig. Nur haben viele Menschen noch nicht verstanden, was die "grünen Spinner" damit meinen und dass der Schutz und die Achtung vor Natur und Umwelt essentiell für UNSER Wohlergehen und Überleben sind. Für die Natur ist der Mensch nicht wichtig, aber für den Menschen ist sie die Lebensgrundlage.
Das Leben ist auch immer Anpassung wegen der Veränderungen nur diese Anpassungen brauchen Zeit und wir sind dabei diese Veränderungen zu beschleunigen weit über das Maß hinaus wie für uns zuträglich.
Kiefern gedeihen am besten in kühl-trockenen Regionen (siehe Klimahüllen der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft). Mit rund 900 mm Jahresniederschlag in Augsburg im Mittel ist es für die Kiefer relativ zu nass. Deshalb wachsen diese vor allem in den niederschlagsarmen Regionen in Nordbayern bzw Ostdeutschland. Buchen und Eichen (und andere Arten wären sicherlich die zukunftsorientierten Bäume in der Ecke.
Herr Bock, Ihre Biologiestunde ist nur die halbe Wahrheit. im Bericht steht, dass die Bäume unter "langen Trockenphasen und hohen Temperaturen" leiden. Ihre Aussage bezüglich der Nässe um Augsburg ist also nicht ganz richtig. Außerdem hat der Stadtwald mit ganz anderen Problemen zu Kämpfen: Hagelschäden und Pilzbefall.
"Der Stadtwald befindet sich am trocken-warmen Rand der Waldkiefer-Klimahülle..." oder mit anderen Worten: Die Waldkiefer mag es kühl und trocken. Das ist ist das, was ich gesagt habe: Für die Waldkiefer ist das Augsburger Klima ungünstig, wo es eben eher wärmer und nasser ist bzw. mit dem Klimawandel wärmer geworden ist. Und der Pilz braucht entsprechend Feuchtigkeit bzw. Nässe, damit er sich ausbreiten kann. Initial war dann wohl der Hagelschaden mit nachfolgender Trockenheit (was man aber schon seit gut 200 Jahren kennt - siehe Publikation LWF aktuell 112). Der Wohlfühlbereich der Waldkiefer liegt in Regionen mit einer Jahresmitteltemperatur von etwa -0,5 bis 7°C und einer durchschnittlichen Jahresniederschlagsmenge von etwa 400 bis 600 mm. Zum Vergleich Augsburg: 8,9°C, ca. 800 mm.
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