Der Bahnbetreiber „Go Ahead“ hat bei Siemens jetzt 56 Triebzüge für den Nahverkehr rund um Augsburg ab dem Jahr 2022 bestellt. Dann wird das britische Unternehmen den Betrieb des Fuggerexpress-Netzes von der DB Regio übernehmen (wir berichteten). Wie Siemens am Donnerstag mitteilte, beläuft sich der Auftragswert auf rund 400 Millionen Euro. Bei den Zügen handelt es sich um 44 dreiteilige Triebzüge des Typs Mireo und um zwölf fünfteilige Doppelstockzüge des Typs Desiro HC.
Es soll zu Stoßzeiten mehr Sitzplätze geben
Siemens wird die Züge erstmalig so liefern, dass sie miteinander kuppelbar sind. Auf diese Weise könne der Bahnbetreiber flexibel auf die Fahrgastnachfrage reagieren, so der Hersteller. Mit dem Einsatz der Doppelstockwagen soll es besonders auf der Strecke nach München zu Stoßzeiten mehr Sitzplätze geben. Bei einigen Zügen müssen Fahrgäste, die in Mering zusteigen, aktuell stehen, auch wenn sich die Situation in den vergangenen Jahren verbessert hat.
Zu Stoßzeiten können künftig zwei Doppelstocktriebzüge gekoppelt werden, sodass mehr als 1070 Sitzplätze zur Verfügung stehen. Man hoffe, mit den neuen Fahrzeugen zusätzliche Fahrgäste vom Verkehrsmittel Zug zu überzeugen, so Stefan Krispin, Geschäftsführer von Go Ahead Deutschland. (skro)
Lesen Sie zum Thema auch: Die Deutsche Bahn verliert in Schwaben massiv Strecken