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Manisch-Depressiv: So kann das Smartphone Menschen mit bipolarer Störung helfen

Manisch-Depressiv

So kann das Smartphone Menschen mit bipolarer Störung helfen

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    Wie fühlst du dich? Die Frage beantworten Patienten mit der App. Durch das Programm wollen Ärzte Kontakt zu psychisch Kranken halten.
    Wie fühlst du dich? Die Frage beantworten Patienten mit der App. Durch das Programm wollen Ärzte Kontakt zu psychisch Kranken halten. Foto: Sebastian Kahnert (dpa)

    Die Universitätsklinik Dresden will manisch-depressiven Menschen helfen. Ein Pilotprojekt bedient sich dabei neuer Technik: Mithilfe einer eigens entwickelten App bleibt der Kontakt zwischen bipolaren Patienten und Ärzten immer bestehen. Dazu müssen sich Betroffene jeden Abend selbst einschätzen und die entsprechenden Werte in ihr Smartphone eintragen. Auch Telefonate und SMS, Aktivitäten sowie Bewegungsmuster werden aufgezeichnet. Eine manische Phase der bipolaren Störung könne so früh erkannt werden, erklärt Michael Bauer.

    Per App besteht Dauerkontakt zwischen Manisch-Depressiven und Ärzten

    Bauer ist Direktor der Dresdner Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie. Er erläutert, dass eine manische Phase sich bei Patienten mit der App für das Smartphone früh erkennen lässt. Denn dann verschicken Betroffene viele Kurznachrichten und sind ständig unterwegs. Für jeden Patienten wird ein persönliches Profil entwickelt, an dessen Einstellungen erkennbar wird, sobald sich ein Patient mit bipolarer Störung ungewöhnlich verhält. Deutet sich eine manische oder depressive Phase an, wird der entsprechende Arzt von der App informiert und kann sofort Kontakt zum Patienten aufnehmen.

    Die App für Manisch-Depressive ist bislang nur für die Studie verfügbar. Zeigt sie Erfolge, so soll sie regulär auf den Markt kommen. Patienten wie Mia (Name geändert) hilft das Smartphone schon jetzt, mit ihrer bipolaren Störung zu leben. Ein Regler zeigt an, wie sie sich fühlt: "Links heißt depressiv, rechts völlig aufgedreht." Die abendliche Auseinandersetzen mit ihrer Krankheit hilft der 57-Jährigen. Sie will mit ihrer Teilnahme an dem Pilotprojekt anderen manisch-depressiven Patienten helfen. dpa/sh

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