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Joggen: 2,5 Stunden - Moderates Joggen soll gesünder sein

Joggen

2,5 Stunden - Moderates Joggen soll gesünder sein

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    Joggen ist gesund - wenn die Läufer ist nicht übertreiben.
    Joggen ist gesund - wenn die Läufer ist nicht übertreiben. Foto: Tobias Hase, dpa (Symbolbild)

    Das Laufen ist für die Deutschen der Renner: Mehr als 20 Millionen Menschen schnüren hierzulande ihre Laufschuhe – gut ein Drittel davon regelmäßig, der Rest immerhin ab und zu. Joggen, so heißt es allgemein, sei gesund. Bei vielen steht häufiger Laufen gehen ganz oben auf der Liste der guten Vorsätze für das neue Jahr. Neue Forschungsergebnisse zeigen allerdings, dass man es mit dem Laufsport nicht übertreiben sollte.

    Jogging: Zu viel kann sogar schädlich sein

    So bleiben sie trotz Bürojob fit

    Bewegung im Alltag ist sehr wichtig für die Gesundheit, doch wer im Büro arbeitet, kann es oft nicht ändern: Er sitzt fast den kompletten Arbeitstag vor dem Computer. Doch es gibt ein paar Tricks, trotz der Schreibtischarbeit im Alltag in Bewegung zu kommen:

    Mindestens einmal in der Stunde aufstehen: Hilfreich ist dafür, den Drucker außer Reichweite aufzustellen oder beim Telefonieren etwas auf- und abzugehen.

    Täglich einige Kilometer gehen: Mindestens fünf oder besser zehn Kilometer pro Tag empfehlen Mediziner. Bahnfahrer und Pendler können eine Station früher aussteigen als erforderlich und dann zügig zur Arbeit gehen.

    Es kann auch hilfreich sein, Kollegen in anderen Teilen des Gebäudes zu besuchen, statt sie nur anzurufen.

    Auf die richtige Sitzposition achten: Der Rücken sollte entlastet werden, die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin empfiehlt dynamisches Sitzen. Dabei wippen Sie hin und wieder mit dem Becken vor und zurück oder verlagern das Gewicht von einer Gesäßhälfte auf die andere.

    In der Freizeit einen Ausgleich schaffen: Eine halbe Stunde Bewegung pro Tag sollte das Minimum sein. Es muss nicht immer Sport sein, auch Fahrradfahren oder Spazierengehen reicht aus - wenn man leicht ins Schwitzen gerät. (dpa)

    Viel hilft viel: Das scheint beim Joggen so nicht zu stimmen – zumindest, wenn man einer Studie des Frederiksberg Hospitals in Kopenhagen (Dänemark) Glauben schenkt. Die weist nämlich nach, dass zu viel Bewegung eher gesundheitsschädigend wirken kann. Im Fachmagazin Journal of the American College of Cardiology schreiben die Wissenschaftler, dass im Schnitt eine Gesamtlaufzeit von zweieinhalb Stunden pro Woche nicht überschritten werden sollte.

    Für ihre Studie nutzten die Forscher die Daten der "Copenhagen City Heart Study" in deren Rahmen 1098 gesunde Jogger und 3950 gesunde Nicht-Jogger jahrelang beobachtet werden. Dabei wurde auf mögliche Zusammenhänge zwischen der Sterblichkeit der Personen und der Intensität des Joggings geachtet.

    Moderates Joggen mit niedrigster Sterblichkeit

    Das Ergebnis dürfte manchem Marathon-Läufer zu denken geben. Denn die niedrigste Sterblichkeit war nicht bei den eisernen Langstreckenläufern zu finden, sondern bei den moderaten Joggern, die nicht mehr als zweieinhalb Stunden pro Woche liefen. Das bedeutet bei einem durchschnittlichen Läufer zum Beispiel dreimal in der Woche eine Strecke von 8-10 km. Ob für den einzelnen Freizeitjogger die Studienhinweise also zutreffen, hängt also sehr von Umfang und Intensität des Joggens ab.

    Generell ist körperliche Bewegung gesundheitsförderlich. Menschen, die körperlich aktiv sind, haben mindestens ein 30 Prozent geringeres Sterberisiko im Vergleich zu denen, die inaktiv sind, schreiben die Forscher. Sie stellten aber fest, dass bei intensivem Joggen die Sterblichkeit auf ähnlichem Niveau liegt wie bei den Nicht-Joggern. Die Wahrscheinlichkeit von Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems wie Herzinfarkt oder Schlaganfall nehme dann wieder zu.

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