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"Ice Bucket Challenge": ALS-Forschung: Ice Bucket Challenge hat sich gelohnt

"Ice Bucket Challenge"

ALS-Forschung: Ice Bucket Challenge hat sich gelohnt

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    Die "Ice Bucket Challenge" sollte auf die Krankheit ALS aufmerksam machen: 
Auch Mark Zuckerberg machte sich 2014 nass.
    Die "Ice Bucket Challenge" sollte auf die Krankheit ALS aufmerksam machen: Auch Mark Zuckerberg machte sich 2014 nass. Foto:  Facebook (dpa)

    Wir erinnern uns an die Ice Bucket Challenge: Vor zwei Jahren, im Sommer 2014, ging sie um die Welt. Plötzlich entdeckte man überall im Internet Videos von Menschen, die sich mit eiskaltem Wasser überschütteten und dann ihre Bekannten und Freunde aufriefen, es ihnen gleich zu tun. Dabei ging es aber nicht um Unterhaltung.

    Mit dieser Aktion sollte auf die Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) aufmerksam gemacht und Spenden für deren Erforschung gesammelt werden. Offenbar hat es sich gelohnt, dass sich unzählige Menschen bei der Ice Bucket Challenge nass gemacht haben.

    Ice Bucket Challenge zeigt Erfolg: Forscher entdecken ALS-Gen

    Wie Forscher nun bekannt gaben, wurde in einem dank der durch die Spendengelder der Ice Bucket Challenge finanzierten Forschungsprojekt ein neues Gen entdeckt, das wohl zur Entstehung der Krankheit führt. Dieses trägt den Namen C21orf2.

    Das gefundene Gen steht zwar nur mit einem Teil der ALS-Fälle in Verbindung, dennoch handele es sich um einen möglichen Durchbruch in der Bekämpfung der Krankheit. Schließlich könnte durch die Entdeckung des Gens eine neue Art von Gentherapie entwickelt werden.

    Die Forscher des "Project MinE" haben ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Nature Genetics veröffentlicht. Darin zeigen sie sechs genetische Regionen auf, in denen genetische Variationen das Risiko, an ALS zu erkranken, erhöhen könnten. Drei davon waren zuvor bereits bekannt. Eine der neuen Regionen schließt das Gen C21orf2 ein. Dieses ist offenbar in der Lage, rare Mutationen zu beherbergen, die das Risiko für ALS erhöhen.

    ALS: Mehr als 200.000 Menschen betroffen

    Das Project MinE wurde von Bernard Muller and Robbert Jan Stuit ins Leben gerufen und durch Spendengelder der Ice Bucket Challenge finanziert. Die Daten von über 15.000 Patienten mit ALS hat das Projekt gesammelt. Project MinE hat das Ziel, die genetischen Ursachen für ALS aufzudecken. Laut Project MinE leben mehr als 200.000 Menschen weltweit mit Amyotropher Lateralsklerose. Die Krankheit ist auch bekannt als Myatrophe Lateralsklerose oder Lou-Gehrig-Syndrom. cch

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