Gewaltbereite Fans des Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln haben am Sonntagabend an der A3 einen Fanbus des Erzrivalen Borussia Mönchengladbach angegriffen.
Verletzt wurde niemand. Wie die Kölner Polizei am Montag berichtete, waren die Gladbacher Anhänger auf dem Rückweg vom Spiel beim 1. FC Nürnberg. In Höhe Bad Honnef/Linz wurde der Bus von mehreren mit FC-Fans besetzten Wagen mehrfach ausgebremst und abgedrängt. Dadurch sei der Busfahrer zu gefährlichen Bremsmanövern genötigt worden, sagte Polizeisprecher Lutz Flaßnöcker.
Der Busfahrer steuerte daraufhin die Tank- und Rastanlage Siegburg-Ost an. Dort griffen die teilweise vermummten Kölner Fans den Bus an und schlugen Scheiben ein. "Es ist zu massiven Übergriffen gekommen", sagte der Sprecher weiter. Als der Busfahrer mit seinem Fahrzeug Richtung Köln floh, folgten die Kölner Fans.
Das ist der 1. FC Köln
Der vollständige Vereinsnamen der Kölner lautet 1. Fußball-Club Köln 01/07 e. V. Gegründet wurde er am 13. Februar 1948
Die Vereinsfarben sind Rot und Weiß, das Wappentier ist der Geißbock "Hennes"
Das Stadion der Kölner trägt derzeit den Namen RheinEngergieStadion. An gleicher Stelle stand zuvor das Müngersdorfer Stadion. Die Arena wurde 2004 neu eröffnet und bietet Platz für 50.000 Zuschauer.
Köln wurde drei Mal Deutscher Meister (1962, 1964 und 1978) und vier Mal den DFB-Pokal (1968, 1977, 1978 und 1983).
Zwei mal hatte der 1. FC Köln mit 8:0 den höchsten Heimsieg: 1970 gegen Schalke, 1980 gegen Braunschweig.
Zu den höchsten Niederlagen im eigenen Stadion zählen die Spiele gegen den VfB Stuttgart (1991) und Borussia Dortmund (1995). Die Partien endeten beide 1:6 aus Kölner Sicht.
Udo Lattek, ehemaliger Trainer in Köln, wurde 2010 für den besten Fußballspruch von der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur ausgezeichnet: "Im Kölner Stadion ist immer so eine super Stimmung, da stört eigentlich nur die Mannschaft", hatte Lattek gesagt.
Zu den bekanntesten Kölner Spielern gehören zwei Stürmer: Lukas Podolski (schoss bisher 62 Tore in 142 Spielen) und Toni Polster (79 Tore in 150 Spielen zwischen 1993 und 1998).
Das Maskottchen ist wie das Vereinswappen ein Geißbock. Hennes I., der Ur-Hennes, wurde dem FC Köln während einer Karnevalssitzung 1950 als Scherz geschenkt. Seit dem 24. Juli 2008 ist Hennes VIII in Amt und Würden. Die Geißböcke sind nach Hennes Weisweiler, FC-Spieler der ersten Stunde, benannt.
Seit 1963 spielt der 1. FC Köln mit lediglich vier Unterbrechungen in der 1. Bundesliga. Der erste Abstieg erfolgte 1998, der jüngste war 2005.
Schließlich wurde die Polizei auf den Bus und seine Verfolger aufmerksam. Sie stoppte einen Kleinbus mit neun Kölner Anhängern. Gegen sie wird nun unter anderem wegen Nötigung, Bedrohung, Sachbeschädigung und Landfriedensbruch ermittelt. dpa