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Flüchtlinge: Initiative: Katholische Kirche muss mehr für Flüchtlinge tun

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Initiative: Katholische Kirche muss mehr für Flüchtlinge tun

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    Die Initiative "Wir sind Kirche" fordert, dass die Kirche mehr für Flüchtlinge leistet.
    Die Initiative "Wir sind Kirche" fordert, dass die Kirche mehr für Flüchtlinge leistet. Foto: Yoan Valat (dpa), Symbolbild

    Die Reformbewegung "Wir sind Kirche" hat die katholischen Bischöfe zur Öffnung weiterer leerstehender Gebäude für Geflüchtete aufgerufen. Vor Beginn der Frühjahrsvollversammlung der Bischofskonferenz verwies Christian Weisner von "Wir sind Kirche" auf Priesterseminare, Klöster und andere Räumlichkeiten, in denen Zuwanderer unterkommen könnten. In der aktuellen Wanderungsbewegung müsse die katholische Kirche mit ihrer weltweiten Vernetzung noch viel mehr leisten als bisher. "Jede Gemeinde sollte eine Familie adoptieren, so wie es Papst Franziskus vorgeschlagen hat", forderte Weisner.

    Die Bischöfe kommen von diesem Montag an im Kloster Schöntal (Baden-Württemberg) zu ihrer viertägigen Vollversammlung zusammen. Dabei soll an diesem Mittwoch auch ein Leitbild für die katholische Flüchtlingsarbeit verabschiedet werden. Etliche Diözesen, darunter das Bistum Rottenburg-Stuttgart als Gastgeber des Treffens, hatten angesichts sprudelnder Kirchensteuereinnahmen zuletzt einen Ausbau der Flüchtlingsarbeit angekündigt.

    "Wir sind Kirche": Kirchen sollten Hoffnung geben

    Aus Sicht von "Wir sind Kirche" sind besonders die Kirchen in der Lage und Verantwortung, mit ihrer immer noch starken Bindekraft den Zuwanderern aus blutigen Konfliktherden eine Hoffnung zu geben. "Das Christentum ist eine Religion des Handelns, der Nächstenliebe", sagte Weisner. In der aktuellen Notlage sei es notwendig, dass die Religionen zusammenarbeiten. Auch im Islam gelte das Gebot der Barmherzigkeit.

    Weisner räumte mit Blick auf rechtskonservative Bewegungen in Europa ein, dass es auch unter Christen Fremdenfeindlichkeit gebe. "Dagegen sind auch wir nicht gefeit", sagte er. Gleichwohl sei das Engagement vieler Christen in der Flüchtlingsarbeit ungebrochen. "Es wird viel über Pegida und die Alternative für Deutschland gesprochen. Wenig berichtet wird aber über das viele Gute, das Hunderttausende für Flüchtlinge tun."

    Die katholischen Bischöfe und Weihbischöfe kommen zwei Mal im Jahr zu ihren Vollversammlungen zusammen. Beim Treffen im Kloster Schöntal geht es auch um die Planungen für den Weltjugendtag der katholischen Kirche im Juli im polnischen Krakau. Außerdem wollen die Geistlichen über Fragen der Priesterausbildung und der Ökumene mit Blick auf das Reformationsgedenken 2017 beraten. dpa

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