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Neuer Papst 2013: Der Tag nach der Papstwahl: Franziskus lädt alle Kardinäle ein

Neuer Papst 2013

Der Tag nach der Papstwahl: Franziskus lädt alle Kardinäle ein

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    Papst Franziskus beim Gebet in der Basilika Santa Maria Maggiore am Donnerstagmorgen. Der weitere Tag nach der Papstwahl im Ticker.
    Papst Franziskus beim Gebet in der Basilika Santa Maria Maggiore am Donnerstagmorgen. Der weitere Tag nach der Papstwahl im Ticker. Foto: dpa

    +++21.37 Uhr+++ Die Schwester von Papst Franziskus war nach der Wahl ihres Bruders zum Pontifex maximus überwältigt. "Ich habe geweint, als ich das hörte, konnte kein Wort sagen. Jetzt  möchte ich ihn nur umarmen", sagte Franziskus' jüngere Schwester  María Elena Bergoglio am Donnerstag Journalisten vor ihrem Haus in  einem Mittelschichtsviertel am Stadtrand von Buenos Aires. Sie habe sich vorgestellt, wie der bescheidene Jorge sich  gefühlt habe, bevor er am Mittwochabend auf den Balkon des Petersdoms trat, und gedacht: "Armer Kerl".

    +++20.09 Uhr+++ Papst Franziskus entspricht nach den Worten des Mainzer Kardinals Karl Lehmann den hohen Erwartungen an das neue Oberhaupt der katholischen Kirche: "Er ist nicht nur in der Philosophie zu Hause, sondern kennt auch die heutige geistige und gesellschaftliche Situation des Menschen".

    +++20.02 Uhr+++ Papst Franziskus gibt am  Freitag in seiner Residenz eine Audienz für die Kardinäle. In den  Apostolischen Palast sind dabei nicht nur die Teilnehmer des Konklaves  geladen, sondern alle Kardinäle, die sich derzeit im Vatikan  aufhalten.

    +++19.01 Uhr+++Der neue Papst legt gleich los: Gerade auf den Stuhl Petri gewählt, zeigt sich Franziskus in der Öffentlichkeit und feiert seine erste Messe mit den Kardinälen. Dabei hat Franziskus die katholische Kirche davor gewarnt, Gott aus dem Blick zu verlieren. Ohne die Verkündigung Jesu "werden wir eine mitleidige regierungsunabhängige Organisation", sagte das Oberhaupt von 1,2 Milliarden Katholiken am Donnerstag in der in der Sixtinischen Kapelle in Rom.

    +++18.23 Uhr+++ An reichlich Humor mangelt es dem neuen Papst Franziskus offenbar nicht: Nach Angaben eines spanischen Amtsbruders hat er nämlich mit einer spaßigen Bemerkung auf seine Wahl zum Papst reagiert: "Möge Gott Euch vergeben, was Ihr getan habt", sagte Papst Franziskus nach der Wahl den Kardinälen im Vatikan, wie der Spanier Carlos Amigo der Madrider Online-Zeitung "elmundo.es" zufolge am Donnerstag auf dem Petersplatz sagte.

    +++18.17 Uhr+++Schauspielerin Senta Berger (71) hat den ersten Auftritt des neu gewählten Papstes Franziskus als sympathisch empfunden. Er wirkt wie "ein gütiger Religionslehrer", sagte sie am Donnerstag in München. Ihr habe gefallen, wie der Papst sagte, "betet für mich" und wie die Menschen das daraufhin getan hätten. 

    Mitläufer oder Gegner der Diktatur?

    +++18.10 Uhr+++Mitläufer oder Gegner der Diktatur? Nur wenige Stunden nach der Wahl  des neuen Papstes Franziskus prangte ein Graffiti an einer Mauer  nahe der Kathedrale von Buenos Aires: "Der Papst ist ein Freund von  Videla". Gemeint  ist General Jorge Rafael Videla, der lange Zeit an der Spitze der  gefürchteten Militärjunta stand. Die Vorwürfe gegen Jorge Mario  Bergoglio, der bis zu seiner Wahl zum Heiligen Vater Erzbischof der  argentinischen Hauptstadt war, sind nicht neu. Sie konnten bislang  nie entkräftet, aber auch nie bestätigt werden.

    +++18.05 Uhr+++Welchen Bezug hat der neue Papst Franziskus zu Deutschland? Schon kurz nach Wahl des argentinischen Kardinal Jorge Mario Bergoglio gab es darüber Spekulationen. Nun ist klar, dass der 76-Jährige in den 80er Jahren einige Monate an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main verbrachte. Er habe an der kirchlichen Hochschule aber weder studiert noch promoviert, sagte eine Sprecherin am Donnerstag in Frankfurt. Der Jesuit habe sich vielmehr mit einzelnen Professoren über ein mögliches Dissertationsthema beraten, heißt es auf der Homepage der Hochschule. Zu einem Abschluss sei es nicht gekommen. Hinweise auf einen Aufenthalt Bergoglios in Freiburg - auch darüber war spekuliert worden - gibt es hingegen nicht. Er war kein eingetragener Student der Albert-Ludwigs-Universität und wurde dort auch nicht promoviert. Das ergaben Recherchen des Uni-Archivs, wie ein Sprecher der Hochschule der Nachrichtenagentur dpa sagte.

    +++17.40 Uhr+++ Der neue Papst will die  Beziehungen zwischen Katholiken und Juden verbessern. Gleich an  seinem ersten Arbeitstag schrieb Franziskus am Donnerstag einen entsprechenden Brief an die jüdische Gemeinde in Rom. "Ich hoffe  sehr, zum Fortschritt in den Beziehungen zwischen Juden und  Katholiken beitragen zu können", heißt es in dem auf der  Internetseite der jüdischen Gemeinde veröffentlichten Schreiben. Es  müsse eine neue Atmosphäre der Kooperation geschaffen werden.

    +++17.36 Uhr+++Erste Messe des neuen Papstes beendet das Konklave: Franziskus hat am Tag nach seiner Wahl seine erste Messe im Vatikan gefeiert. Er kam in der Sixtinischen Kapelle mit den 114 wahlberechtigten Kardinälen zusammen, die dort mit ihm an dem Konklave teilgenommen hatten. Der Gottesdienst "Per la Chiesa" ("Für die Kirche") beendet offiziell das Konklave.

    +++17.04 Uhr+++ Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht in der Wahl eines nicht-europäischen Papstes ein wichtiges Signal: "Ich glaube, das zeigt auch, dass die Welt immer weiter zusammenwächst. Und wir werden sehr interessante Impulse von ihm bekommen, da bin ich mir ganz sicher."

    +++16.53+++ Auch nach einer Lungen-OP geht Papst Franziskus der Atem nicht aus: Der neue Papst Franziskus verspürt durch eine teilweise Entfernung des rechten Lungenflügels in der Jugend nach Vatikan-Angaben keine gesundheitlichen Einschränkungen. "Ich kenne ihn seit 30 bis 40 Jahren und habe ihn immer bei bester Gesundheit erlebt", sagte Papst-Sprecher Federico Lombardi am Donnerstag in Rom. Der Eingriff sei "kein Handicap für sein Leben und für seine Aktivitäten". Im Alter von 21 Jahren musste der heute 76-jährige Franziskus nach einer schweren Lungenentzündung operiert werden. 

    Kardinal Jose Bergoglio fährt auch als Papst Franziskus gerne Bus

    +++16.40 Uhr+++ Kardinal Jose Bergoglio fährt auch als Papst Franziskus Bus: Der Argentinier Jorge Mario Bergoglio ist auch in seinen ersten Stunden als Papst Franziskus seinem einfachen Lebensstil treu geblieben: Statt mit der bereitgestellten Limousine fuhr er wie die anderen Kardinäle mit dem Bus in die Unterkunft. "Das hat gerade die Mitarbeiter beeindruckt", erzählte der österreichische Kardinal Christoph Schönborn den österreichischen Medien am Donnerstag in Rom. Auch auf den roten Schulterumhang mit Hermelin habe der neue Heilige Vater verzichtet. 

    +++16.12 Uhr+++ Pannen bei der Papstwahl: Ein peinliches Missgeschick ist  den italienischen Bischöfen im Zusammenhang mit der Papstwahl  passiert: Offenbar im festen Glauben, einer der ihren werde  Oberhaupt der katholischen Kirche, dankten sie Gott in einer  Erklärung "voller Freude" für die Wahl des Mailänder Erzbischofs  Angelo Scola zum Pontifex maximus. Wie italienische Medien am  Donnerstag berichteten, gab es eine entsprechende Mitteilung am  Mittwochabend - kurz nachdem der wirklich zum Papst Franziskus  gewählte Argentinier Jorge Mario Bergoglio vor einer jubelnden  Menge auf dem Balkon des Petersdoms erschien. 

    +++15.46 Uhr+++ Der Papst legt gerne selber Hand an: Beim Umzug in den Vatikan packt Franziskus seine Koffer höchstpersönlich, das versteht sich für das neue Kirchenoberhaupt von selbst. Es gebe bei diesem Papst eine neue Art, die Dinge zu tun, sagt  Vatikansprecher Federico Lombardi.  Auf dem  Rückweg von der Basilika Santa Maria Maggiore machte er somit kurzerhand in dem Gästehaus halt, in dem er vor dem  Einzug ins Konklave gelebt hat: Der Papst habe dort dann selbst  seine Taschen gepackt und danach selbst seine Rechnung beglichen -  so, als habe er ein gutes Beispiel geben wollen.

    +++15.20 Uhr+++ "Überrascht" haben die Jesuiten in  Deutschland auf die Wahl ihres argentinischen Ordensbruders Jorge  Mario Bergoglio zum Papst reagiert. "Normalerweise strebt kein  Jesuit nach Ämtern und Würden in der Kirche", erklärte am  Donnerstag Stefan Kiechle, Provinzial der deutschen  Jesuitenprovinz, die auch Dänemark und Schweden umfasst.

    +++15.01 Uhr+++ Schon bald soll es ein Buch über den neuen Papst geben: Die Verlage Herder und Weltbild wollen bereits in wenigen Wochen gemeinsam einen Porträtband über Franziskus herausbringen. Autor werde Stefan von Kempis sein, ein Redakteur von Radio Vatikan, der bereits zahlreiche Werke über das Papsttum und den Vatikan veröffentlicht hat.

    +++14.40 Uhr+++ Der deutsche Kardinal Reinhard Marx erwartet vom neuen Papst Franziskus die eine oder andere Überraschung. "Es ist ein anderer Stil, eine andere Art und Weise, das Evangelium noch einmal ganz frisch und neu den Menschen nahe zu bringen. Und das wird man schon spüren", sagte er am Donnerstag in Rom.

    Israels Präsident Peres hofft auf einen raschen Besuch des neuen Papstes

     +++14.25 Uhr+++Der israelische Präsident Schimon  Peres hofft auf einen möglichst schnellen Besuch des neuen Papstes Franziskus in seinem Land. Er lade das Oberhaupt der katholischen  Kirche ein, "das heilige Land bei erster Gelegenheit zu besuchen". Seiner Ansicht nach könnte der Papst "die  Versuche unterstützen, Frieden in eine sturmbewegte Region zu  bringen".

    +++ 14.14 Uhr +++Papst Franziskus wünscht sich zumindest vorerst noch ein wenig Privatsphäre. Deshalb plant er, seinen Vorgänger Benedikt in den nächsten Tagen noch nicht zu treffen. Telefoniert haben die beiden aber schon. 

    +++ 14.06 Uhr +++ Papst Franziskus bezahlt laut Medienberichten die Hotel-Rechnung im Gästehaus des Vatikans selbst. Der Pontifex nicht nur als Vorbild für Katholiken, sondern auch für deutsche (Ex-)Politiker?!

    +++ 13.46 Uhr +++ US-Präsident Barack Obama und Spitzenpolitiker der Europäischen Union gratulieren Franziskus zur Wahl.

    +++ 13.32 Uhr +++ Argentiniens Staatschefin Cristina Fernández de Kirchner will zur feierlichen Amtseinführung von Papst Franziskus am Dienstag nach Rom kommen. Sie wünsche sich, dass Franziskus ein höheres Maß an Brüderlichkeit zwischen den Völkern und den Religionen schaffen könne, ließ de Kirchner am Mittwochabend (Ortszeit) erklären.

    +++ 13.14 Uhr +++ Ein argentinischer Papst, der Fußball liebt. Ob er dann auch Steaks mag und gern Mate trinkt?

    +++ 13.11 Uhr +++ Der Papst soll einige "Doppelgänger" haben. Neben Alfred Biolek sieht ihm noch ein ganz anderer ähnlich: Woody Allen.

    Papst Franziskus
    Papst Franziskus Foto: dpa
    Woody Allen
    Woody Allen Foto: dpa

    +++ 13.04 Uhr +++ Pressesprecher Federico Lombardi: "Franziskus trägt das gleiche, schlichte Kreuz, das er auch als Bischof in Argentinien getragen hat."

    +++ 13.02 Uhr +++ Die Pressekonferenz geht los. Federico Lombardi: Die Papstwahl "war für viele eine sehr positive Überraschung".

    +++ 12.55 Uhr +++ In fünf Minuten beginnt die Pressekonferenz mit Vatikansprecher Lombardi.

    +++ 12.51 Uhr +++ Jorge Mario Bergoglio kam 1986 nach Deutschland, um seine Doktorarbeit fertigzustellen. Er verbrachte einige Monate an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main. Er habe sich mit einzelnen Professoren zu seiner Dissertation beraten, heißt es auf der Website der jesuitischen Hochschule.

    +++ 12.42 Uhr +++ Papst Franziskus gilt als Gegner der marxistisch beeinflussten Befreiungstheologie, welcher einige Priester in Lateinamerika anhängen. Sein Vorgänger Benedikt hatte sich in den 80er Jahren noch als Leiter der römischen Glaubenskongregation heftige Auseinandersetzungen mit dieser Strömung geliefert.

    +++ 12.27 Uhr +++ Die ultrakonservativen Piusbrüder reagieren auf die Wahl von Papst Franziskus zurückhaltend. "Die Priesterbruderschaft St. Pius X. bittet Gott anlässlich der Wahl von Papst Franziskus, dem neuen Oberhirten in reichem Maß die notwendigen Gnaden zu gewähren, die für die Ausübung seiner schweren Bürde notwendig sind," schreibt die Bruderschaft am Donnerstag in einer Mitteilung.

    +++ 12.16 Uhr +++ Die Zahl der Jesuiten in Lateinamerika stagniert. Womöglich könnte die Wahl eines argentinischen Jesuiten zum Oberhaupt der Katholischen Kirche neues Interesse wecken und eine Wende einleiten.

    +++ 12.09 Uhr +++ Chinas Regierung hat den neuen Papst aufgefordert, seine diplomatischen Beziehungen zu Taiwan aufzugeben und sich nicht in innere Angelegenheiten Chinas einzumischen. Eine Sprecherin sagte, China hoffe, dass die Katholische Kirche unter Franziskus eine "praktischere und flexiblere Haltung" einnehme.

    Das ist Papst Franziskus

    Franziskus, mit bürgerlichem Namen Jorge Mario Bergoglio, wurde am 17. Dezember 1936 als Sohn italienischer Einwanderer in Argentinien geboren.

    Sein Vater war Bahnangestellter in der argentinischen Hauptstadt. Dort ging er auf eine technische Schule, die er als Chemie-Techniker absolvierte.

    Mit 21 Jahren ging Bergoglio ins Priester-Seminar.

    Nach seiner Priesterweihe 1969 folgte Bergoglio Theologiestudien und wurde 1973-1979 zum Provinzial des Jesuitenordens berufen.

    Der Jesuit übernahm 1998 die Erzdiözese von Buenos Aires und wurde 2001 zum Kardinal berufen. 

    2001 wurde Jorge Mario Bergoglio zum Kardinal berufen. 

    In den letzten Jahren kollidierte Bergoglio mehrfach mit den Regierungen von Néstor und Cristina Kirchner. Er kritisierte Korruption und Armut, außerdem wandte er sich gegen die Legalisierung der Homo-Ehe in Argentinien.

    Bergoglio wurde in der Vergangenheit der "Kardinal der Armen" genannt.

    Mit 76 Jahren und seiner etwas gebrechlichen Gesundheit ging Jorge Mario Bergoglio in die neue Papstwahl eher als Außenseiter unter den Favoriten.

    Im fünften Wahlgang wurde Bergoglio dann zum neuen Papst gewählt.

    Bergoglio nennt sich als Papst Franziskus.

    Franziskus ist der erste Südamerikaner an der Spitze der katholischen Kirche.

    Mit dem Namen erinnert der Argentinier an Franz von Assisi (um 1181-1226), einen der meistverehrten Heiligen überhaupt.

    Bereits in den ersten Monaten nach seiner Wahl zeigt sich Franziskus als Reformer. Er will nach eigener Aussage eine Kirche, in der auch die Armen, Schwachen und Unterdrückten Platz haben.

    +++ 12.00 Uhr +++ Auch die Europäische Union gratuliert. In einem gemeinsamen Schreiben wünschen Kommissionspräsident José Manuel Barroso und Präsident des Europäischen Rates, Hermann van Rompuy, ein langes Pontifikat um die "fundamentalen Werte von Frieden, Solidarität und menschlicher Würde zu verteidigen".

    +++ 11.50 Uhr +++ Bundespräsident Joachim Gauck sandte seine Glückwunsche nach Rom. Er schrieb, dass die Menschen in Deutschland, und besonders die katholischen Christen, dem Pontifikat voller Erwartung entgegenblickten.

    +++ 11.44 Uhr +++ Papst Franziskus hat in der Basilika Santa Maria Maggiore gemeinsam mit anderen Geistlichen gebetet. "Er sprach herzlich zu uns - wie ein Vater", sagte ein Priester, der dabei gewesen ist.

    Papst Franziskus hat einen dichten Terminplan

    +++ 11.34 Uhr +++ Federico Lombardi, Pressesprecher des Vatikans, äußert sich gegenüber Radio Vatikan zur Wahl eines Jesuiten zum Papst. Jesuiten würden eigentlich Macht vermeiden, so Lombardi. "Für mich bedeutet diese Wahl den Ruf an einen Diener, ein starker Ruf und kein Streben nach Macht oder Autorität." Die Wahl sei eine Wahl der "Ablehnung von Macht", erklärt der Pressesprecher.

    Die Päpste seit 1800

    2013: Franziskus (Argentinien)

    2005 - 2013: Benedikt XVI. (Deutschland)

    1978 - 2005: Johannes Paul II. (Polen)

    1978: Johannes Paul I. (Italien)

    1963 - 1978: Paul VI. (Italien)

    1958 - 1963: Johannes XXIII. (Italien)

    1939 - 1958: Pius XII. (Italien)

    1922 - 1939: Pius XI. (Italien)

    1914 - 1922: Benedikt XV. (Italien)

    1903 - 1914: Pius X. (Italien)

    1878 - 1903: Leo XIII. (Italien)

    1846 - 1878: Pius IX. (Italien)

    1831 - 1846: Gregor XVI. (Italien)

    1829 - 1830: Pius VIII. (Italien)

    1823 - 1829: Leo XII. (Italien)

    1800 - 1823: Pius VII. (Italien)

    +++ 11.24 Uhr +++ Papst Franziskus hat einen dichten Terminplan. Nach einigen Messen wird er am kommenden Dienstag feierlich ins Amt eingeführt werden. In einer Messe wird er die Insignien der päpstlichen Macht, unter anderem den Fischerring und das Pallium (eine Art Stola), erhalten.

    Einen Tag später, am Mittwoch (20. März), ist die erste Generalaudienz des neuen Pontifex vorgesehen.

    +++ 11.20 Uhr +++ Der Papst ist und bleibt Argentinier - und damit Fußballliebhaber. Er ist Mitglied des Fußball-Clubs San Lorenzo de Almagro.

    +++ 11.08 Uhr +++ "Habemus Papam" schallt es von überall. Dies ist aber nur eine Kurzform eines langen lateinischen Satzes. "Annuntio vobis gaudium magnum: habemus papam." Lautet er. Zu Deutsch: Mit großer Freude verkünde ich: Wir haben einen Papst." Das "ich" war diesmal Kardinal Tauran.

    +++ 11.00 Uhr +++ An diesem Sonntag wird der Papst laut Radio Vatikan zum ersten Mal das Angelus-Gebet vom Apostolischen Palast aus beten.

    +++ 10.56 Uhr +++ Kurz nach seiner Wahl hat der neue Papst seinen deutschen Vorgänger angerufen. Medienberichten zufolge will er ihn am heutigen Donnerstag sogar noch persönlich treffen.

    +++ 10.51 Uhr +++ Wer es gestern nicht auf den Petersplatz geschafft hat, kann auf stern.de eine Rundumansicht vom Wahlabend aufrufen. Ein beeindruckendes Bild.

    +++ 10. 48 Uhr +++ Franziskus wohnt jetzt im Gästehaus Santa Marta im Vatikan. Die Papstwohnung im Apostolischen Palast wird in den kommenden Wochen nach den Wünschen des Argentiniers eingerichtet.

    +++ 10.44 Uhr +++ US-Präsident Barack Obama und die First Lady senden in einer Pressemitteilung ihre Grüße. Sie loben den neuen Papst dafür, dass er sich als Kardinal für die Armen und eingesetzt hat.

    +++ 10.28 Uhr +++ Wikileaks hat eine Diplomatendepesche über die Papstwahl von 2005 veröffentlicht. Dort heißt es, dass der damals heiße Kandidat Kardinal Bergoglio von vielen für seine Demut gelobt würde. Er stehe der Bürokratie in den kirchlichen Strukturen Roms skeptisch gegenüber. Als lokal geprägter Priester könne er allerdings die Spaltung von Kurie und Lokalkirchen überwinden helfen, steht in dem Papier.

    +++ 10.18 Uhr +++ In den sozialen Medien gibt es schon zahlreiche falsche Papst-Profile. Auf Twitter schreibt "Pope Francis", er könne es gar nicht erwarten mit seinem Papa-Mobil auszufahren.

    +++ 10.14 Uhr +++ Papst Franziskus wird seine erste Messe am Donnerstag halten. Um 17 Uhr beginnt der Gottesdienst in der Sixtinischen Kapelle. Radio Vatikan wird live übertragen.

    +++ 10.00 Uhr +++ Vor wenigen Tagen fuhr Papst Franziskus noch als Kardinal Bergoglio mit der U-Bahn. Ob die Frau auf dem Bild ahnte, neben wem sie sitzt?

    +++ 9.54 Uhr +++ Die katholische Reformbewegung "Wir sind Kirche" gratuliert Papst Franziskus zur Wahl und hofft, "der Heilige Geist wird ihn zum Wohle der ganzen Kirche und der ganzen Christenheit begleiten." Er solle für mehr Transparenz in der Vatikanbank sorgen und den lokalen Kirchen mehr Rechte zugestehen, fordern die Reformkatholiken.

    +++ 9.45 Uhr +++ Die Facebook-Unterstützerseite für Papst Franziskus hat schon fast 7.000 Likes.

    +++ 9.40 Uhr +++ Der neue Papst hat sich offiziell den Papstnamen "Franziskus" gegeben. Diesen Namen hat noch kein Papst vor ihm gewählt. Insofern ist eine Nummerierung als Franziskus I. nicht notwendig.

    +++ 9.17 Uhr +++ Zur Wahl des argentinischen Kardinals Jorge Mario Bergoglio zum Papst schreibt die konservative litauische Tageszeitung "Lietuvos zinios" am Donnerstag: "Als Papstnamen wählte er Franziskus. Dies markiert einen historischen Wendepunkt im Leben der katholischen Kirche, da der heilige Franziskus als Erneuerer der Kirche bekannt war."

    +++ 9.02 Uhr +++ Der neue Papst Franziskus hat am Morgen nach seiner Wahl die wichtige römische Basilika Santa Maria Maggiore für ein Gebet aufgesucht. Der Papst wurde unter anderem begleitet von Georg Gänswein...

    +++ 8.55 Uhr +++ In seiner Heimat in Buenos Aires war Jorge Mario Bergoglio mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs und kochte selbst.

    +++ 8.47 Uhr +++ Der Papst ist kaum gewählt, da geht der Blick schon nach vorne. Die liberale schwedische Tageszeitung "Als das Bild von den Kardinälen auf dem Weg in die Sixtinische Kapelle um die Welt ging, drängte sich der Gedanke auf, dass der Katholizismus dabei ist, sich selbst zu überleben. Ein Schar unverheirateter Männer im fortgeschrittenen Alter (...) steht für Tradition. Aber wo ist die Modernität? (...) Vor allem in der Balance zwischen Modernität und Tradition liegt die große Herausforderung für Franziskus."

    +++ 8.37 Uhr +++ Auf Twitter laufen Wortspiele #Papst #Hand Gottes #Maradona #Argentinien.

    +++ 8.27 Uhr +++ Ob der neue Papst Franziskus einmal nach Deutschland kommt, scheint unwahrscheinlich. Er gilt als reisescheu: "Ich sehe ihn nicht als einen Papst, der reist - tatsächlich reist Bergoglio nicht gerne", sagt der Weihbischof von Buenos Aires,  Eduardo García.

    TV-Moderator Alfred Biolek, aufgenommen in Berlin (Archivfoto vom 24.09.2006). Soeren Stache, dpa
    TV-Moderator Alfred Biolek, aufgenommen in Berlin (Archivfoto vom 24.09.2006). Soeren Stache, dpa

    +++ 8.21 Uhr +++ Nicht wenige scheint der neue Papst äußerlich an Alfred Biolek zu erinnern. Wir haben genau hingesehen und, ja, es gibt Ähnlichkeiten. Seht selbst:

    +++ 8.17 Uhr +++ Neuer Papst mit alten Aufgaben? Die katholische französische Zeitung "La Croix" kommentiert nach der Papstwahl: "Gewählt wurde ein Nicht-Europäer, ein Jesuit, ein Mann (...) mit gebrechlicher Gesundheit, bescheiden. (...) Er wird sicherlich die Kurie erneuern müssen, die durch die Vatileaks-Affäre angeschlagene Zentralregierung der Kirche. Aber vor allem wird er den gläubigen Katholiken Zuversicht geben müssen in einer mehr und mehr gottlosen Welt."

    +++ 8.13 Uhr +++ Neu-Land. Die "Neue Zürcher Zeitung" schreibt: "Mit diesem Entscheid bekennt sich die katholische Kirche endlich auch im Papstamt zu ihrer Verfasstheit als Weltkirche, trotz der immer noch herrschenden europäischen Dominanz des Kardinalskollegiums."

    +++ 8.02 Uhr +++ Die russisch-orthodoxe Kirche hofft auf eine weitere Verbesserung ihrer Beziehungen zum Vatikan: "Der neue Papst ist für seine konservativen Ansichten bekannt, daher wird sein Pontifikat sicherlich den Glauben stärken", sagte Oberpriester Dmitri Sisonenko. Rund 960 Jahre nach der Kirchenspaltung nähern sich Rom und Moskau langsam einander wieder an.

    Die Wahl des ersten Papstes aus Lateinamerika hat ein weltweites Echo ausgelöst.. Foto: Mauricio Duenas dpa
    Die Wahl des ersten Papstes aus Lateinamerika hat ein weltweites Echo ausgelöst.. Foto: Mauricio Duenas dpa

    +++ 7.57 Uhr +++ Unser Kollege Daniel Wirsching erwartet in seinem Kommentar "Überraschungen" vom neuen Papst Franziskus.

    +++ 7.55 Uhr +++ Drei erfolglose Wahlgänge bei einer Papstwahl seien „ganz normal und kein Zeichen irgendeiner Spaltung“ unter den Kardinälen, sagte Vatikan-Sprecher Federico Lombardi.

    +++ 7.49 Uhr +++ Die katholischen Bischöfe in Deutschland sehen in der Wahl von Jorge Mario Bergoglio ein Zeichen der Kontinuität: "Mit Papst Franziskus I. ist der Kirche ein Oberhaupt geschenkt, das die spirituellen Impulse von Papst Benedikt XVI. und von Papst Johannes Paul II. aufnehmen wird", erklärte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch.

    +++ 7.46 Uhr +++ Der neue Papst hat sich als erstes Kirchenoberhaupt überhaupt den Namen des heiligen Franziskus (1181/82–1226) gegeben. Franz von Assisi war der Begründer des Ordens der Franziskaner.

    +++ 7.42 Uhr +++ Kleiner Rückblick für die, die gestern nicht dabei waren: Franziskus begrüßte die Gläubigen auf dem Petersplatz schlicht mit "Guten Abend". Später sagte er: "Bevor ich euch segne, bitte ich euch, dass ihr den Herrn bittet, mich zu segnen."

    +++ 7.38 Uhr +++ Nachtrag zum Namen: Franziskus heißt nur Franziskus und nicht Franziskus I. Dies kann sich aber ändern: Erst wenn es einmal einen Nachfolger gibt, der sich ebenfalls so nennt, müsste zur Unterscheidung auch beim ersten Franziskus die Zahl als Namenszusatz hinzugefügt werde, stellte der Sprecher des Vatikans, Federico Lombardi, klar.

    Papstwahl 2013: Bergoglio ist Franziskus

    +++ 7.35 Uhr +++ Der neue Papst Franziskus gilt als bescheiden und hat das auch gleich belegt: Nach seiner Wahl nahm er nicht die Limousine, sondern fuhr mit dem normalen Bus zur Unterkunft Santa Marta. Dies soll, so ist zu lesen, bei vielen im Vatikan großen Eindruck gemacht haben.

    +++ 7.33 Uhr +++ Hier gibt es wieder Live-Bilder als Stream aus dem Vatikan. Nach der Papstwahl 2013 sieht es auf dem Petersplatz schon wieder völlig normal und ruhig aus.

    +++ 7.31 Uhr +++ Argentiniens Präsidentin Cristina Kirchner: "Es ist unser Wunsch, dass er, indem er die Führung der Kirche  übernimmt, eine fruchtbare Aufgabe erfüllt, die so große  Verantwortung für die Gerechtigkeit, die Gleichheit, die  Brüderlichkeit und den Frieden der Menschheit beinhaltet."

    +++ 7.20 Uhr +++ Was macht der neue Papst eigentlich heute? Am Donnerstagmorgen will er sich zu einem privaten Gebet  zur Jungfrau Maria in die Basilika Santa Maria Maggiore begeben, am Nachmittag ist eine Messe mit dem Kardinalskollegium in der Sixtinischen Kapelle vorgesehen.

    +++ 7.17 Uhr +++ Bundeskanzlerin Angela Merkel tat kund, die Hoffnungen von "Millionen von Gläubigen in Deutschland und in der ganzen Welt" richteten sich jetzt auf den neuen Papst." Bundespräsident Joachim Gauck erklärte mit Blick auf den Namenspatron Franz von Assisi, Franziskus sei vor allem wegen seiner "Hinwendung zu den Armen und Schwachen" ein Vorbild.

    Papst Franziskus gilt als bescheiden

    +++ 7.14 Uhr +++ Die Papst-Wahl war am Mittwoch das beherrschende Thema beim Online-Kurznachrichtendienst Twitter. Insgesamt brachte der Tag über sieben Millionen Tweets zu dem Thema, wie der Anbieter mitteilte.

    +++ 7.12 Uhr +++ Aha! Man lernt nie aus: Der Name des neuen Papstes ist Franziskus, nicht Franziskus I.Das stellte der Sprecher des Vatikans, Federico Lombardi, am Mittwochabend vor Journalisten  klar.

    +++ 7.09 Uhr +++ Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, sieht in der Wahl von Kardinal Jorge Mario Bergoglio (76) aus Argentinien zum neuen Papst ein Zeichen für den Glauben und die Kirche.

    +++ 7.07 Uhr +++ In der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires wurde die Wahl des  Landsmannes mit Jubel aufgenommen. Argentiniens Präsidentin  Cristina Kirchner wünschte Franziskus eine "fruchtbare" Amtszeit.

    +++ 7.05 Uhr +++ Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, nannte den neuen Papst ein "großes Hoffnungszeichen für die Kirche". "Ich erhoffe mir von einem Papst, der nicht aus der Zentrale kommt, eine neue Aufgabenverteilung zwischen Rom und  den Ortskirchen".

    +++ 7.01 Uhr +++ Nach der Wahl des Argentiniers Jorge Mario Bergoglio zum Papst sind weltweit Glückwünsche und Erwartungen geäußert worden. US-Präsident Barack Obama zeigte sich erfreut, dass mit Franziskus das Oberhaupt der Katholiken erstmals aus Amerika kommt. Kirchenkritiker forderten den 76-jährigen Jesuiten, der am Mittwochabend im Konklave gewählt worden war, zu Reformen auf.

    Neuer Papst 2013: Der Tag nach der Papstwahl im Ticker: Bergoglio ist Franziskus

    +++ 7.00 Uhr +++ Guten Morgen. Wir begrüßen Sie am Tag 1 nach der Papstwahl 2013 wieder zu unserem Ticker. Nachdem gestern die Arbeit hauptsächlich darin bestand, auf einen Kamin zu starren, dürften wir heute mit Nachrichten nur so überschwemmt werden.

    (mit dpa, AFP)

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