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Ärger wegen Zigaretten: Arzt weigert sich Raucherinzu operieren

Ärger wegen Zigaretten

Arzt weigert sich Raucherinzu operieren

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    Für Raucher brechen harte Zeiten an.
    Für Raucher brechen harte Zeiten an.

    Eine 38-jährige Hausfrau sollte nach einem Ski-Unfall am Kreuzband operiert werden. Einen Termin für diese Operation hatte die Frau mit einer Klinik in Niedersachsen bereits vereinbart. Wie die Bildzeitung berichtet, bekam die 38-Jährige einen Tag vor ihrem Termin einen Anruf vom Chefarzt. Gegenüber der Boulevardzeitung erzählte sie, dass der Arzt ihr am Telefon die Operation absagte mit der Begründung, sie solle erst einen Raucherentwöhnungskurs machen und könne dann als Nichtraucherin wieder zu ihm kommen. Die Hausfrau mit dem kaputten Kreuzband ist Kettenraucherin und schlotet bis zu 40 Zigaretten am Tag.

    Gegenüber Bild verteidigte der Mediziner seine Entscheidung. Demnach würden neue medizinische Erkenntnisse zeigen, dass bei Rauchern die Heilungschance geringer sei und es zu Komplikationen nach einer OP kommen könne. Ein Arzt habe den Auftrag, nicht zu schaden. Aus diesem Grund operiere er grundsätzlich keine Raucher, nur im akuten Notfall, so der Arzt im Interview.

    Die Patientin hat für solch eine Einstellung wenig Verständnis. Zumal ihr Mann beim selben Arzt vor zwei Jahren ebenfalls am Kreuzband operiert worden sei und dieser sogar 60 Zigaretten am Tag rauche. Die 38-Jährige wird diese Woche noch operiert, allerdings in einer anderen Klinik.

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