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Kommentar: Unbeirrbarer Bischof

Kommentar

Unbeirrbarer Bischof

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    Unbeirrbarer Bischof
    Unbeirrbarer Bischof

    Diskussion war nicht erwünscht, als gestern den 36 Dekanen von Bischof und Generalvikar die künftige Planung der Seelsorgeeinheiten im Bistum Augsburg eröffnet worden ist. Es ist eben so, wie es ist. An seinen Leitideen lässt Bischof Konrad Zdarsa nicht rütteln. Zur Bekräftigung zitiert er auch immer wieder das Kirchenrecht – und bedeutet damit seinen Kritikern, dass sie es doch mit dem kanonischen Gesetz so genau wie er selber nehmen sollten.

    Trotz aller Beteuerungen, dass es sich um organische Veränderungen handle, die eigentlich nur den bisher eingeschlagenen Kurs fortsetzen, muss man feststellen: Die Selbstständigkeit vieler Pfarrdörfer wird verloren gehen. Ungewiss ist, was ihnen an kirchlichem Leben in Zukunft noch bleiben wird.

    Natürlich wird nicht alles auf einen Schlag vollzogen. Der Umbau der kirchlichen Strukturen wird sich Zug um Zug ergeben. Aber letztlich wird es schneller gehen, als viele es vermuten. Denn die Alterung des diözesanen Klerus schreitet unerbittlich voran. Wenn erst einmal die Fusionswelle in den Dekanaten anrollt, wird man sie kaum aufhalten können. Denn die jüngeren Priester werden so rasch als möglich allen verzichtbaren Ballast von sich werfen, um der Seelsorge noch gerecht zu werden.

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