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Marder - Auto-Schutz & Abwehr: So halten Sie Marder fern

Marder

So halten Sie Marder vom Auto fern

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    Marder halten sich oft in der Nähe von Menschen auf. Ein Jäger gibt Tipps, wie man Marder vom Auto fernhält.
    Marder halten sich oft in der Nähe von Menschen auf. Ein Jäger gibt Tipps, wie man Marder vom Auto fernhält. Foto: Carsten Rehder, dpa (Archiv)

    Ein Autofahrer steckt den Schlüssel ins Zündschloss, dreht ihn – nichts tut sich. Verantwortlich ist dafür nicht selten ein Marder, genauer ein Steinmarder. Besonders wohl fühlen sie sich in Dachböden, manchmal erkunden sie auf ihrer Wanderschaft aber auch den Motorraum von Autos.

    Problematisch wird das, wenn das Auto anschließend in das Revier eines anderen Marders bewegt wird: Der dortige Marder kann vom Geruch seines Artgenossen provoziert werden, heißt es in einem Ratgeber des Bund Naturschutz. Um sein Revier zu verteidigen, lasse er seine Aggression an den Autokabeln aus. Möglich sei aber auch, dass die Tiere nur ihre Neugier auslebten.

    Schutz: So kann man Marder vom Auto fernhalten

    Matthias Pfau, Sachverständiger der Kfz-Innung Schwaben, erklärt, wie man einem Marderschaden vorbeugen kann. Neben Geruchsspray, dessen Wirksamkeit umstritten sei, gebe es verschiedene technische Vorrichtungen, um das Auto zu schützen. Eine davon sei eine Abdeckung, die den Zugang zum Motorraum verhindern soll. Dafür müsse man mit ungefähr 100 Euro rechnen.

    Außerdem sagt Pfau, gebe es die Möglichkeit, Platten mit einer elektrischen Spannung an den Öffnungen zum Motorraum zu montieren. „Wie ein Weidezaun“ hielten sie die Tiere davon ab, in den Motorraum zu kriechen. Für diese Vorrichtung würden etwa 150 Euro fällig. Außerdem könne man das Auto mit einer akustischen Vorrichtung schützen, sagt der Sachverständiger. Ein sehr hoher Ton verscheuche die Tiere. Menschen würden ihn normalerweise nicht hören. Diese beiden Lösungen, die elektrische und die akustische, könnten kombiniert werden.

    Marder mit Lebendfallen jagen

    Der Vorsitzende des Kreisjagdverbands, Joachim Sigg, sagt, dass die Tiere heute öfter in geschlossenen Orten auftauchen würden als früher. Sie seien sogenannte „Kulturfolger“. Das heißt, dass sie sich oft in der Nähe von Menschen aufhielten. Die Marderpopulation sei im Donau-Ries-Kreis, verglichen mit anderen Regionen, durchschnittlich. In der freien Natur würden die nicht gefährdeten Raubtiere gejagt. Schwierig gestalte sich das in geschlossenen Orten, da es sich dabei um sogenannte „befriedete Bezirke“ handle.

    Die einzige zulässige Möglichkeit, dort einen Marder zu jagen, sei mithilfe von Lebendfallen. Dazu benötigte man aber eine Genehmigung des Landratsamtes und eine gesonderte Ausbildung mit Fallen. Zudem müsse die Falle anschließend täglich kontrolliert werden, um das Tier nicht unnötig zu quälen. (AZ)

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