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Ermittlungen: Rätsel um tödlichen Unfall: An einem Rad fehlten die Radmuttern

Ermittlungen

Rätsel um tödlichen Unfall: An einem Rad fehlten die Radmuttern

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    Rätsel um tödlichen Unfall: An einem Rad fehlten die Radmuttern
    Rätsel um tödlichen Unfall: An einem Rad fehlten die Radmuttern

    Überraschenden Besuch von der Polizei bekamen am Donnerstagnachmittag Dutzende Haushalte in Bad Kissingen. 16 Beamtenteams ermittelten zum Unfalltod eines 23-Jährigen. Er war Mitte September zwischen Platz und Waldfenster mit seinem BMW gegen einen Baum gefahren.

    Der groß angelegte Einsatz soll eine Erklärung dafür liefern, warum an einem Rad des verunglückten Wagens die Radmuttern fehlten. „Im Gespräch ergibt sich vielleicht ein Hinweis“, so Stefan Haschke, Leiter der Polizeiinspektion zur Intensivierung der Ermittlungen.

    Unterfranken: 23-Jähriger starb durch Unfall im September

    Der 23-Jährige war alleine in seinem Fahrzeug unterwegs und offenbar nach links von der Fahrbahn abgekommen. Nachdem er von der Feuerwehr aus dem stark beschädigten Wagen befreit worden war, kam er schwer verletzt in eine Klinik. Dort erlag er wenige Tage später seinen schweren Verletzungen.

    Bereits im Zuge der Unfallaufnahme vor Ort hatten Beamte der Polizeiinspektion Bad Kissingen festgestellt, dass ein Hinterrad mehrere Meter vom Unfallort entfernt lag. Die Radmuttern fehlten und waren vor Ort nicht auffindbar. Daraufhin waren auf Anordnung der Schweinfurter Staatsanwaltschaft Auto und Rad noch in der Nacht sichergestellt worden. Ein Sachverständiger begutachtete die Spuren.

    Radmuttern fehlten: Technischer Defekt oder Manipulation?

    In der Folgezeit ermittelten Beamte der Schweinfurter Kripo und der Bad Kissinger Polizei in enger Abstimmung mit der Schweinfurter Staatsanwaltschaft gemeinsam in dem Fall. Zentrale Frage bleibt aus Sicht der Ermittler, ob sich der Hinterreifen aufgrund einer Manipulation oder eines technischen Defektes gelöst hat. „Beides kann derzeit nicht ausgeschlossen werden“, teilt die Polizei mit. Die Hoffnungen ruhen nun darauf, Hinweise zu den fehlenden Radmuttern zu bekommen.

    Gelockerte Radmuttern geben immer wieder Anlass zu Spekulationen

    Gelöste Radmuttern geben immer wieder auch Anlass zu Spekulationen. Ob sich daran jemand zu schaffen gemacht hat, oder Montagefehler vorliegen, bleibt meistens ungeklärt. So gab es 2011 in Hammelburg eine Serie von Vorfällen an Autos, die zuvor in der Saaleck-Kaserne abgestellt waren. Auch im Rauch Buchloe im Unterallgäu häuften sich zuletzt die Fälle gelockerter Radmuttern. Die Polizei Schwaben Süd/West geht von mindestens 15 Fällen aus.

    Auch an anderen Bundeswehr-Standorten häufen sich zu Radwechselzeiten die Vorfälle, was zu umfangreichen Untersuchungen führte. Ihr Ergebnis: Unzureichende Reinigung der Kontaktflächen zwischen Bolzen und Felgen und Verwendung von Rostlöser können besonders bei Alufelgen gefährlicher Folgen haben.

    Doch mit solchen Erklärungsversuchen können sich die Polizei im tragischen Fall Waldfenster nicht zufrieden geben. Der Tod des 23-Jährigen bewegt weiter. Wie sehr der Unfall die Menschen bewegt, ist auch am ungewöhnlich lange anhaltenden Interesse am Bericht über den Unfall auf mainpost.de abzulesen.

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