Der Freistaat will dem Allgäu Airport finanziell helfen, aber wohl nicht durch einen Beitritt zur Betreiber-Gesellschaft. Dies ist nach Informationen unserer Zeitung das Ergebnis der Gespräche bei der Klausurtagung des bayerischen Kabinetts, die am Samstag in St. Quirin (Tegernsee) zu Ende ging. Ministerpräsident Horst Seehofer soll gesagt haben: „Da müssen wir etwas tun.“
Schon seit längerem wird darüber diskutiert, ob der Freistaat den Flughafen durch einen Einstieg als Gesellschafter unterstützen kann. Das Thema kam jetzt in St.Quirin zur Sprache, wo es um den Doppelhaushalt 2015/16 des Landes ging. Dort habe sich herausgestellt, dass es „eher eine andere Variante“ geben werde, sagt ein Landespolitiker. „Es geht jetzt um die Form der Finanzierung. Man muss kreativ rangehen und sondieren.“ Am 4. August findet, wie berichtet, ein Gespräch im Finanzministerium statt.
Das Land könnte über den Münchner Flughafen einsteigen
Vielleicht gebe es eine Lösung unter der Überschrift Wirtschaftsförderung, sagt ein Insider. Ein „Plan B“ könne möglicherweise auch sein, dass das Land über eine Beteiligung des Münchner Flughafens in Memmingen einsteigt. Der Freistaat ist Gesellschafter beim Airport in der Landeshauptstadt.
Welcher Weg auch immer beschritten wird: Der Memminger Landtagsabgeordnete Klaus Holetschek (CSU) ist froh über das Bekenntnis, den Airport stärker unterstützen zu wollen: „Ich bin jetzt sehr optimistisch.“